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IO-Link ist eine zukunftsweisende Technologie, die die industrielle Kommunikation revolutioniert. Sie ermöglicht die nahtlose Integration von Sensoren und Aktuatoren in die Automatisierungswelt, indem sie diese auf intelligente Weise miteinander vernetzt.
Doch was steckt genau hinter dieser Technologie und welche Vorteile bringt sie für Ihre Anwendungen? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zu den IO-Link Grundlagen, von den Grundprinzipien bis hin zu praktischen Anwendungsmöglichkeiten.
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IO-Link ist eine standardisierte Punkt-zu-Punkt-Verbindungstechnologie, die seit ihrer Einführung im Jahr 2009 eine nahtlose Kommunikation zwischen Sensoren, Aktuatoren und Steuerungen ermöglicht.
Als fortschrittliches Kommunikationsprotokoll gewährleistet IO-Link den Echtzeitaustausch von Prozessdaten, Diagnosedaten und Parametrierinformationen über eine bidirektionale Schnittstelle.
Die IO-Link Technologie wurde von einer Gruppe von führenden Unternehmen aus der Automatisierungsindustrie entwickelt, die sich zum Ziel gesetzt hatte, eine einheitliche, flexible und standardisierte Kommunikationslösung zu schaffen. Diese Gruppe bildet zusammen das IO-Link Konsortium, zu dem unter anderem ifm und Siemens zählen. Das Konsortium wurde gegründet, um IO-Link zu standardisieren und weiterzuentwickeln.
Die IO-Link Community (https://io-link.com) unterstützt diese Initiative, indem sie für die weltweit einheitliche Umsetzung des Standards sorgt. Sie bietet Ressourcen zu den IO-Link Grundlagen sowie ergänzenden Support, wie zum Beispiel Schulungen, für die Implementierung und Nutzung der Technologie an.
Grundlage eines typischen IO-Link-Systemaufbaus bilden ein IO-Link-Master, mehrere IO-Link-fähige Sensoren und Aktuatoren sowie die entsprechende Verbindungstechnik. Im Vergleich zu traditionellen Feldbussystemen erfolgt der Anschluss einfach über M12-Steckverbinder.
Der IO-Link-Master übernimmt eine zentrale Funktion, denn dieser stellt die Verbindung zur übergeordneten Steuerungsebene her. Währenddessen erfassen die Sensoren Daten und die Aktuatoren setzen die Steuersignale schließlich in Aktionen um.
IO-Link ist als Kommunikationsprotokoll steuerungs- und feldbusunabhängig. Ganz gleich ob PROFINET, Ethernet/IP, EtherCAT oder PROFIBUS – dieses Protokoll ermöglicht eine nahtlose Integration in verschiedene industrielle Kommunikationsnetzwerke.
Die Datenübertragung bzw. die Kommunikation erfolgt über herkömmliche 3-adrige Leitungen, die Daten mit den drei unterschiedlichen Geschwindigkeiten 4,8 kBit/s, 38,4 kBit/s und 230,4 kBit/s übertragen können.
IO-Link-kompatible Komponenten lassen sich typischerweise schnell durch das auf der Hardware angebrachte IO-Link-Icon identifizieren. Auf diesem Icon sind zwei Pfeile abgebildet, die in entgegengesetzte Richtungen zeigen und damit den bidirektionalen Kommunikationscharakter der Schnittstelle veranschaulichen.
Die Konfiguration bzw. Parametrierung von IO-Link-Geräten ist einfach und erfordert keine Programmierkenntnisse. Aus diesem Grund spricht man im Zusammenhang mit IO-Link nicht von einer Programmierung.
Es werden lediglich sogenannte IODD-Dateien (= IO Device Description-Dateien) benötigt, die alle relevanten Datenstrukturen, Parameter und Gerätebeschreibungen sowie Device IDs enthalten. Dank dieser standardisierten Dateien können auch Anwender ohne technische Vorkenntnisse oder Programmierfähigkeiten IO-Link-Systeme schnell und mühelos parametrieren sowie integrieren.
Hersteller oder Anbieter von IO-Link-Geräten, auch bekannt als IO-Link-Devices, stellen digitale Bibliotheken, sogenannte Libraries, zur Verfügung, in denen jene IODD-Daten zum Download bereitstehen.
Alternativ können Sie die IODD auch über die Datenbank der IO-Link Community beziehen: https://ioddfinder.io-link.com/.
Die Konfiguration und Parametrierung von IO-Link-Geräten erfolgt in der Regel über spezialisierte Software-Tools. Diese sind auf Basis der eingesetzten IO-Link Master zu wählen.
Die Tools zur IO-Link-Konfiguration lesen die IODD-Dateien aus und stellen alle erforderlichen Optionen, wie Benutzeroberflächen und Konfigurationswerkzeuge, bereit.
Wenn Sie ein IO-Link Master von ifm verwenden, wird die Parametrierung über die herstellereigene Software moneo configure SA vorgenommen.
moneo configure SA steht Ihnen dabei kostenfrei zur Verfügung und unterstützt Sie sowohl bei der direkte Anpassung während des laufenden Betriebs (Online-Parametrierung) als auch bei Einstellungen im Voraus (Offline-Parametrierung). Die Software können Sie hier herunterladen: www.ifm.com/de/de/product/QMP010.
Wenn Sie jedoch stattdessen ein Siemens IO-Link Master im Einsatz haben, ist das kostenpflichtige TIA Portal des Herstellers zur Konfiguration erforderlich.
Über moneo können Sie von einer reibungslosen Konfiguration ohne Programmierkenntnisse profitieren. Andere Tools wie das TIA Portal erfordern etwas mehr Kenntnisse.
Aus den IO-Link Grundlagen geht hervor, dass die Technologie nicht nur dem Austausch von Prozessdaten dient, sondern auch der Erfassung detaillierter Diagnosedaten über diesen Prozessdatenaustausch hinaus.
Eine zentrale Komponente dabei ist die "Process Quality Information" (kurz PQI), die eine wertvolle Basis für "Predictive Maintenance" (= vorausschauende Wartung) bietet.
PQIs umfassen unter anderem Status-Bits, die den aktuellen Schaltzustand der Ausgänge anzeigen. Des Weiteren liefern sie Informationen über den Betriebszustand sowie die Funktionsfähigkeit der IO-Link-fähigen Sensoren/Aktuatoren in Echtzeit.
PQIs ermöglichen zusammenfassend eine präzise Überwachung und frühzeitige Identifikation bevorstehender Fehlfunktionen oder Anomalien.
Zusammen mit weiteren Diagnosedaten unterstützen sie ein proaktives Wartungsmanagement und tragen zur Reduktion von Ausfallzeiten sowie zur Maximierung der Produktionseffizienz und Prozesssicherheit bei.
IO-Link bietet zahlreiche Vorteile, die über die einfache Kommunikation hinausgehen. Es ist jedoch auch wichtig, sich über die Einschränkungen bewusst zu sein.
Im Folgenden finden Sie eine hilfreiche Übersicht:
| Vorteile: | Einschränkungen: |
|---|---|
IO-Link ermöglicht die einfache Integration und den Austausch von Geräten ohne aufwendige Neukonfiguration. Die im IO-Link Master gespeicherten Parameterdaten vereinfachen den Austausch identischer Sensoren, da keine erneute Parametrierung erforderlich ist. IO-Link-fähige Sensoren können mehrere Prozesswerte verarbeiten und übertragen. So können beispielsweise Temperatur und Leitfähigkeit eines Mediums über einen Durchflusssensor gemessen werden. Der Anlagenzustand kann dank Echtzeit-Daten und detaillierter Diagnosedaten kontinuierlich überwacht werden. IO-Link unterstützt auch den Betrieb von Standardbinärsensoren, die über keine IO-Link Schnittstelle verfügen. Der Austausch von IO-Link Komponenten kann im Livebetrieb vorgenommen werden, ohne dass Maschinenstillstandzeiten eingeplant werden müssen. IO-Link kann Signale von verschiedenen Typen wie analogen, PNP-, Push-Pull- und digitalen Signalen übertragen, wodurch eine einfache Integration in bestehende Systeme möglich ist. |
Die Anschaffungskosten von IO-Link-fähigen Systemen sind in der Regel höher als die herkömmlicher Systeme, die auf analogen oder digitalen Ein- und Ausgängen basieren. Langfristig können jedoch Kosten eingespart werden, da IO-Link zahlreiche zukunftsweisende Vorteile bietet. Die maximale Kabellänge beträgt bis zu 20 Meter. Diese Entfernung kann jedoch durch den Einsatz von IO-Link-Repeatern oder durch dezentrale IO-Link Master vergrößert werden, sodass auch größere Distanzen überbrückt werden können. IO-Link verwendet herkömmliche 3-adrige M12-Sensorleitungen zur Daten- und Energieübertragung. Dies begrenzt jedoch die Stromversorgung für Geräte, die eine höhere Leistung benötigen. Abhilfe schafft eine zusätzliche Spannungsversorgung. |
Die Kommunikationsschnittstelle IO-Link ist besonders flexibel und spielt ihre Vorteile in zahlreichen Anwendungsbereichen aus:
IO-Link ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Prozessparameter wie Temperatur, Druck sowie Füllstand und trägt damit zur Einhaltung der strengen gesetzlichen Hygienevorschriften bei. Ob bei der Milchverarbeitung, der Bierherstellung oder anderen Produktionsprozessen, IO-Link fördert die Sicherstellung einer einwandfreien Produktqualität und Lebensmittelsicherheit.
Die IO-Link-Technologie kann zur präzisen Steuerung und Überwachung von Montagestraßen genutzt werden, was zu einer reduzierten Fehlerquote und einer gesteigerten Produktionseffizienz führt.
IO-Link optimiert die Flexibilität und Präzision in Verpackungsanlagen, indem es eine präzise Steuerung von Systemparametern und eine einfache Anpassung an verschiedene Verpackungsformate ermöglicht. Dies reduziert Ausfallzeiten und steigert die Produktionsgeschwindigkeit.
Überall dort, wo Flexibilität, eine hohe Produktionseffizienz, präzise Produktionsabläufe und geringe Stillstandzeiten eine Rolle spielen, sollten IO-Link fähige Lösungen nicht fehlen.
Automation24 bietet eine umfangreiche Auswahl an IO-Link-fähigen Lösungen führender Marken, die speziell auf die Anforderungen an moderne Automatisierungstechnik abgestimmt sind. Nachfolgend erhalten Sie einen Einblick in das vielseitige Produktangebot.
... für den Feldeinsatz oder Schaltschrankeinbau zur Anbindung von IO-Link-Geräten.
» Zu den Produkten
... für präzise Füllstands- und Abstandsmessungen auch von sehr kleinen Teilen.
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... mit und ohne Anzeige zur zuverlässigen Drucküberwachung Ihrer Maschinen und Anlagen.
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... in unterschiedlichen Ausführungen mit verschiedenen Druckbereichen für Basis- oder Spezialanwendungen.
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... zur einfachen Grenzstanderfassung fester oder flüssiger Medien in zahlreichen (auch explosions-
gefährdeten) Anwendungen.
... in gabelförmigen Versionen zur Erfassung von Etiketten und Spleißen in hoher Geschwindigkeit.
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... zur zuverlässigen Strömungsüberwachung flüssiger oder gasförmiger Medien.
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...zur Überwachung von Füllständen in Behältern und Silos für die Vorbeugung von Überlauf und Leerlauf.
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... zur Überwachung von Motorschwingungen in Echtzeit für wirtschaftliche Instandhaltungen ohne Maschinenstopp.
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... in robusten Komplettausführungen, die in verschiedenen Farb-
kombinationen erhältlich sind und sich einfach mittels IO-Link einstellen lassen.
... mit modularer Erweiterbarkeit und IO-Link-Unterstützung zur einfachen Integration von Sensoren und Aktoren sowie zur flexiblen Automatisierung von Prozessen.
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... schützen zuverlässig vor Überlast und Kurzschluss, mit IO-Link für eine einfache Fernüberwachung und -konfiguration.
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... für sichere Verbindungen zwischen Komponenten in einem IO-Link Kommunikationssystem.
» Zu den ProduktenSo umfangreich wie die Anwendungsbereiche von IO-Link, sind auch unsere IO-Link fähigen Lösungen aus dem Automation24-Sortiment. Daher sollen obige Produkte Ihnen einen ersten Vorschmack geben. Das Portfolio hält neben IO-Link Programmiertools und Zubehör für IO-Link noch viele weitere Produkte für Sie bereit.
Sie wünschen einen schnellen Einstieg in die Welt von IO-Link? Dann sind unsere IO-Link Master Starterkits perfekt für Sie!
Wenn Sie noch mehr über IO-Link oder über unser Produktangebot erfahren wollen, nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf — wir beraten Sie gerne!
In der Lebensmittelindustrie ist eine gleichbleibende und einwandfreie Produktqualität von entscheidender Bedeutung. Unerwartete Maschinenausfälle gefährden nicht nur die Qualität, sondern können auch erhebliche Kosten verursachen.
Das weiß auch Thomas K., Instandhaltungsleiter eines Unternehmens in der Milchverarbeitung. Regelmäßig überwacht er die Sensoren über das moneo Dashboard von ifm.
Heute bemerkt er eine Anomalie: Der Status-Bit des Durchflusssensors Picomag DMA15-AAAAA1, der neben dem Durchfluss auch die Temperatur messen kann, signalisiert einen bevorstehenden Ausfall.
Die zuletzt gemessene Temperatur überstieg die maximal zulässige Grenze von 70 °C, für die der Sensor ausgelegt ist.
Sowohl das Dashboard als auch ein IO-Link-Alarm des betroffenen Sensors machen ihn darauf aufmerksam.
Da der Sensor nur bis zu einer bestimmten Maximaltemperatur temperaturbeständig ist, besteht die Gefahr, dass der Drucksensor im Falle einer Temperaturüberschreitung beschädigt wird. Der ausgelesene Fehlercode deutet auf einen nicht mehr funktionierenden Temperaturfühler. Ein defekter Sensor gefährdet die ordnungsgemäße Produktion. Thomas K. will kein Risiko eingehen und plant den Sensor proaktiv vor dem nächsten Produktionsprozess zu überprüfen und bei Bedarf auszutauschen.
Thomas K. schätzt die Vorteile der IO-Link-Technologie, die seit letztem Jahr in seinem Betrieb im Einsatz ist.
Der Austausch des Durchflusssensors erfolgt schnell und einfach, da der neue baugleiche Sensor dank der aktivierten Recovery-Funktion automatisch mit den gespeicherten Parametern konfiguriert wird.
Der Produktionsprozess muss nicht unterbrochen werden und die Qualität der Produkte bleibt konstant hoch.
Für Thomas K. ist IO-Link mittlerweile unverzichtbar geworden.
Nun haben Sie alles Wesentliche zu den IO-Link Grundlagen kennengelernt. Die Bedeutung von IO-Link-fähigen Systemen für zukunftsfähige Prozesse ist beträchtlich und nimmt weiter zu. IO-Link ist gekommen, um zu bleiben!
Dennoch bestehen häufig Unsicherheiten und Berührungsängste in Verbindung mit IO-Link. Daher setzen noch nicht alle Unternehmen auf diese Technologie, obgleich sie entscheidend davon profitieren würden.
Spätestens jetzt wissen Sie selbst welche erheblichen Vorteile IO-Link bietet: reduzierte Stillstandzeiten durch vorausschauendes Wartungsmanagement, präzise Prozess- und Diagnosedaten für effizientere Abläufe sowie signifikante Kosteneinsparungen.
Auch wenn die Anfangsinvestitionen zunächst hoch erscheinen mögen, zahlen sie sich langfristig aus.
Machen Sie es besser. Machen Sie es richtig. Setzen Sie noch heute auf IO-Link und profitieren Sie von den zahlreichen Vorteilen für Ihre Prozesse!
Starten Sie noch heute mit IO-Link!
Sie haben noch technische Fragen?
IO-Link ist lediglich eine Kommunikationsschnittstelle und sagt nichts über die physische Ausstattung eines Geräts aus, wie zum Beispiel über das Vorhandensein eines Displays. Das bedeutet, dass die Ausstattungsmerkmale der IO-Link Devices variieren können. Einige IO-Link Geräte sind mit einem Display ausgestattet, um Daten anzuzeigen, während andere oft kostengünstigere Modelle ohne Display auskommen.
Wenn Sie jedoch ein IO-Link Display nachrüsten wollen, können Sie auf IO-Link Displays zurückgreifen, die nachträglich zwischen bereits eingebautem Sensor und dem IO-Link Master eingebaut werden können. Sie sind an dem Display interessiert? Rufen Sie uns gerne unter +49 (201) 52 31 30 0 an und wir prüfen, ob Sie das Display über uns beziehen können.